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venusfilmprojekte - Tears
of April |
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Tears of April |
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| Auf der Insel versucht Miina Aaro zu töten. Doch der Anschlag misslingt. Durch ein gemeinsames Schicksal aneinandergeschmiedet, schwindet nach und nach der Zorn der geheimnisvollen Frau und zwischen den beiden Gestrandeten entwickelt sich eine unterschwellige Anziehung. Doch immer noch weigert sich die geheimnivolle Gefangene, ihren Namen preiszugeben. Schließlich bringt ein Fischerboot Aaro und seine Gefangene ans Festland zurück. Trotz der eindringlichen Bitte sie freizulassen, will Aaro sie vor ein Gericht bringen. Denn er ist überzeugt, dass der zuständige Richter ein gerechtes Urteil fällen wird. Richter Hallenberg ist einsam und gelangweilt. Der junge Soldat und seine schöne Gefangene bringen eine willkommene Abwechselung in sein eintöniges Leben in der finnischen Provinz. Aaro bedrängt den Richter, die Gefangene zu verhören und freizulassen, weil er von ihrer Unschuld überzeugt ist. Hallenberg jedoch zögert die Verhöre immer weiter hinaus. Zu sehr genießt er die Gesellschaft des jungen Soldaten. Als Aaro Miina in ihrer Zelle besucht, gibt sie ihm das Foto eines kleinen Jungen und bittet ihn, in Erfahrung zu bringen, wie es dem Kind geht. Aaro begibt sich auf die Reise und findet den Jungen in der Obhut seiner Großeltern. Er nimmt an, dass die geheimnisvolle Gefangene seine Mutter ist. Die Großeltern berichten ihm, dass die Mutter des Jungen als Genossin in der Rebellenarmee gekämpft hat. Als Aaro zurückkehrt, überrascht ihn Richter Hallenberg mit Neuigkeiten.Die Frau hat im Verhör ihren Namen preisgegeben – sie heißt Miina Malin, eine Zugführerin in der roten Rebellenarmee. Sie wird zum Tode verurteilt werden. Aus dem einstigen humanistischen Literaten Hallenberg, ist ein gnadenloser Henker geworden. Zum ersten Mal in seinem Leben wird Aaro eine Entscheidung mit dem Herzen treffen müssen; eine Entscheidung, die ungesetzlich und gegen die Vorschriften sein wird. Der Film führt uns in das Hinterland, weit entfernt von den städtischen Zentren, in die Wälder. Dort gibt es zahllose Inseln, klein, felsig und unbewohnbar. Obwohl geografisch und zeitlich präzise verortet, erzählt „Tears of April“ eine universelle Geschichte über Liebe. Wie dünn ist die zivilisatorische Oberfläche, wie stark die animalischen Instinkte? Dieses historische Melodram ist gleichzeitig sehr persönlich und wahrhaftig bis ins letzte Detail. Im Zentrum steht eine starke Frauenfigur und ihr leidenschaftlicher Kampf ums Überleben, für ihr Kind, ihre Zukunft, ihre Liebe. Eine beeindruckenden Frau, die trotz Gefangenschaft und Verfolgung an ihren Idealen festhält und ihre Handlungsmacht behält. Mit epischer Wucht inszenierte Regisseur Aku Louhimies ein bezwingendes Drama über zwei Menschen zwischen politischem Kampf und der bedingungslosen Macht der Liebe. Miina und Aaro sind tragische Helden wie sie das Kino seit langem nicht mehr gesehen hat. Dem Strudel einer Zivilisationsgeschichte, die dem Untergang geweiht scheint, stellen sie die unbändige Kraft der Liebe entgegen. Regisseur Aku Louhimies schafft mit einer grandiosen Inszenierung der finnischen Landschaft ein letztes Asyl, in dem diese Liebe sich entfalten kann, bevor auch sie immer wieder den politischen Kämpfen sich auszusetzen hat. |
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