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Pihla Viitala über Miina Malin:
Miina ist eine unabhängige Frau. Sie muss stark sein, sie hat gar
keine andere Wahl. Wie wir alle wissen, ist die Liebe eine sehr anarchistische
Bewegung, die sich an keine Regeln hält. Während des Krieges
ist jeder einsam und jeder versucht nur zu überleben. Miinas einzige
Waffen in diesem Überlebenskampf sind ihr Schweigen und ihre Weiblichkeit.
Wie kann jemand mit der ganzen Grausamkeit der Kriege umgehen?! Eine der
wichtigsten Aussagen des Films ist, dass man unseren Bürgerkrieg
aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann und ein jeder Krieg nur
Verlierer und keine Gewinner hervorbringt. Die Menschen damals waren nicht
anders als die Menschen heute: Sie wollen geliebt werden und ihr Leben
so weit es geht in Würde leben.
„Tears of April“ war mein erster Spielfilm und nicht gerade
der einfachste. Wir begannen mehrere Monate, vor Drehstart zu proben.
Ich hatte einen persönlichen Trainer, musste lernen wie man alte
Schußwaffen abfeuert und bekam Reitunterricht. Anfang April fingen
wir dann an zu filmen und während der ganzen Dreharbeiten teilten
sich Samuli Vauramo und ich ein Zelt. Die Temperaturen lagen immer unter
dem Gefrierpunkt und wir konnten gar nicht mehr aufhören zu zittern.
Man kann es schon fast als Method Acting bezeichnen. Ich habe all meine
Stunts selbst gemacht und manchmal war das richtig beängstigend,
denn das Wasser war unglaublich kalt. Immer wenn ich mit dem Kopf unter
Wasser ging fühlte es sich so an, als ob Hunderte von Messern in
meinen Kopf stechen. Ich habe mich auf so viele verschiedene Arten auf
diese Rolle vorbereitet, dass es sehr schwer ist zu erklären, was
mir zu der Zeit alles durch den Kopf ging. In gewisser Weise habe ich
mich sehr einsam gefühlt, denn ich war fast die einzige Frau am Set.
Für mich war es sehr wichtig Samuli dazuhaben. Immer wenn ich traurig
wurde konnte ich zu ihm gehen und mit ihm reden und das hat mir sehr geholfen.
Ich habe nach diesem Film noch viele andere gemacht und deren Dreharbeiten
kamen mir alle im Vergleich zu „Tears of April“, so einfach
vor. Ich bin sehr stolz auf diesen Film, er behandelt ein sehr bedeutendes
Thema und einen wichtigen Teil der Geschichte Finnlands.
Filmografie
2006 Pieni kuolema Regie: Otso Paasivirta
2007 Ganes Regie: Jukka-Pekka Siili
2007 Sanatin sopimus (TV-Film) Regie: Matti Kinnunen
2008 Tears of April (Käsky) Regie: Aku Louhimies
2008 Jungle of Dreams Regie: Esa Illi
2009 Hellsinki (Rööperi) Regie: Aleksi Mäkelä
2009 Älä ruoki lamaa (TV-Film) Regie: Rane Tiukkanen
2009 One Foot Under (Toinen jalka haudasta)
Regie: Johanna Vuoksenmaa
2009 R.W.W.M. (Rykjavik Whale Watching Massacre)
Regie: Július Kemp
2009 Playground (Pihalla) Regie: Tony Laine
2010 Paha perhe Regie: Aleksi Salmenperä
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