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venusfilmprojekte - Tears of April



striche

Titel Tears

   

 

   

Tears of April

Synopsis

Langinhalt

Regisseur

Schauspieler

Romanvorlage

Stab und Besetzung

Pressestimmen

Pressedownloads

Eero Aho
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

Du liebes Kind, komm geh' mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind.

Willst feiner Knabe du mit mir geh'n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«
  
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. -
  
»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.« -
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -
  
Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

 

Winner Marrakech International Film Festival
Best Actor
EERO AHO for the film TEARS OF APRIL by Aku Louhimies - Finland http://en.festivalmarrakech.info/AWARDS_a133.html

Eero Aho über Emil Hallenberg:

Der Charakter Emil Hallenberg basiert auf einer der echten Person Erik Grotenfelt, er war ein Richter im Standgericht. Er hat während seiner Untersuchungen, innerhalb eines Monats 60 Menschen hingerichtet. Er beschrieb seiner Frau die Ereignisse in einem Brief, der noch heute existiert. Er gehört zu den Intellektuellen, die in der Zeit in Finnland die „Upper Class“ repräsentierte. Sie reisten viel in Europa. Er rezitiert deutsche Literatur wie beispielsweise „Der Erlenkönig“.

Leider wird er innerhalb weniger Monate zu einem Diktator. Die Macht Entscheidungen zu treffen, trübt seine Urteilsfähigkeit und er verliert seinen Glauben an die Menschheit. Zusätzlich verliert er nach und nach seine
Skruppel und erkennt zu spät, dass er sich in eine Einbahnstrasse manövriert hat. Zu allem Übel enfremdet er sich von seiner Frau endgültig. Er verliebt sich in einer Weise, die damals unter keinen Umständen geduldet wurde.

Hallenberg ist selbst ein Opfer. Er wird in die Pflicht über die Schicksale vieler Unschuldiger entscheiden zu müssen, gedrängt.. Übereifrig versucht er den Anforderungen gerecht zu werden. Seine wirkliche Liebe wäre die Poesie, das Leben und die Schönheit, stattdess brechen seine schlechtesten Eingenschten aus ihm heraus.

Während der Vorbereitung des Drehbeginns las ich viel erst kürzlicht veröffentlichte Literatur zu dem Thema. Die Ereignisse waren schon immer ein Widerspruch in unserer Geschichte, ein Trauma, über das in Finnland noch oft geschwiegen wird. Unsere Generation ist die erste, die dazu bereit ist diese Wunden zu öffnen.

Wir begannen zwei Monate vor Drehbeginn mit dem Regisseur Aku Louhimies und den anderen beiden Hauptdarstellern zu proben. Während der Zeit ließ ich mir einen Schnurrbart wachsen und nahm 10 Kilo zu, um zu der Figur Hallenberg zu werden. Ich wollte anders aussehen und mich anders fühlen, um mich als Schauspieler besser in die Rolle des Hallenbergs hineinversetzen zu können. Er war eine Art „Dandy“, soweit das in dieser Zeit in Finnland möglich war, und ich hatte großes Glück mit der exzellenten Kostümdesignerin Tiina Kaukanen zusammenzuarbeiten. Des Weiteren spreche ich auch ein wenig Deutsch. Mit dem „Erlkönig“ kam ich schon vor dem Dreh in Berührung, als ich mir Schumanns Lied anhörte. Die Geschichte bindet meinen Charakter in die Filmhandlung ein. Das Gedicht verhalf mir verschiedene Facetten des Charakters zu erkennen.

Während des Drehs war der Zeitplan sehr eng bemessen. Die Budgets für finnische Filme sind fast untragbar. Wir mussten sechs Tage die Woche sowohl bei Tag als auch bei Nacht drehen, was für Hallenberg allerdings sehr gut funktionierte. Manchmal wusste ich nicht mal, ob es Tag oder Nacht war, was für seine Entwicklung zu einer Person im Konflikt hilfreich war.
Diese Zeit wurde auch zu einer schwierigen Phase für mich selbst.

Die Wunden des Finnischen Bürgerkrieges von 1918 verheilten in gewisser Weise erst kürzlich. Ich hatte die Möglichkeit die neuesten historischen Forschungsergebnisse zu lesen und dadurch neue Einblicke in diese Zeit zu gewinnen. Auch mein Großvater war Teil des Krieges, er kämpfte auf der roten Seite. Er führte zu der Zeit ein Tagebuch und ich hatte die Möglichkeit dazu dieses zu lesen.
Für einen Schauspieler war dieser ganze Prozess sehr schmerzhaft. Diesen kaltblütigen Exekutionen gegenüberzustehen, zuzusehen, wie kleine Jungen grundlos getötet werden und dabei zu realisieren, dass dieses vor nicht allzu langer Zeit wirklich so stattgefunden hat und es auch heute noch Situationen wie diese auf der Welt gibt, die sich vielleicht genau in diesem Moment abspielen. Obwohl der Dreh für mich eine schmerzhafte Zeit war, stellte er auch eine Herausforderung dar, der jeder Schauspieler gegenüberstehen möchte. Intensiv und bereichernd.

Filmografie:
Winner Intrenational Marakkesh Filmfestival, Best Actor _ Eero Aho
1989 1249 km (TV-Film) Regie: Aleksi Mäkelä
1993 Harjunpää ja kkiusantekijät Regie: Åke Lindman
1993 The Romanov Stones (Romanovin kivet) Regie: Aleksi Mäkelä
1995 Juna Regie: Aku Louhimies
1997 Viisi tytärtäni (TV Film) Regie: Hannu Kahakorpi
1997 Joonas Regie: Raimo Lång
1998 Ensi tiistaina Brahmsia Regie: Aku Louhimies
1998 The Journey of a Father (Iso Poika) Regie: Aku Louhimies
1999 The Tough Ones (Häjyt) Regie: Aleksi Mäkelä
1999 Itsenäisyyden ilta (TV Film) Regie: Pekka Milonoff, Sulevi Peltola
2004 Trench Road (Juoksuhaudantie) Regie: Veikko Aaltonen
2005 Tarpeettomia ihmisiä (TV Film) Regie: Matti Iljäs
2008 Tears of April (Käsky) Regie: Aku Louhimies